einmal Wien und zurück

Es ist 4. 30 Uhr morgens und der Regen, der lautstark auf das Fensterbrett prasselt weckt mich noch bevor es der Wecker tun kann.

Noch halb im Schlaf schlüpfe ich aus dem Bett, die letzten Vorbereitungen müssen getroffen werden, schließlich darf nichts vergessen werden.

Um Punkt 6 Uhr fährt der Zug, die reservierten Plätze warten auf uns, und wir teilen uns das Abteil mit einigen äußerst dubiosen Personen.

Das Fräulein neben mir macht besonders durch die überaus laute und schrille Musik, die aus ihren Kopfhörern dringt, auf sich Aufmerksam.

Ihre Ohren können das unmöglich ertragen. Meine... jedenfalls nicht.

Abwechselnd versinken wir im Land der Träume und in meinem Buch komme ich auch um einiges weiter.

09.42 Uhr können wir endlich das Gefährt verlassen, 20 Minuten  dauert die Fahrt mit dem Bus und schon jetzt scheint es ein warmer Tag zu werden. Endlich in der Jugendherberge angekommen werden wir auf 14 Uhr vertröstet, also wird das Gepäck verstaut und unsere Reise geht weiter.

Der Weg führt uns durch die Einkaufsstraße und endet im Museumsquartier, auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen.

Endlich kann ich mir die Ausstellung Punk. No one is innocent ansehen. Lang hab ich davon gesprochen und für mein Geld bekomme ich einen schwarz weiß Porno und etwas andres als erwartet präsentiert. Der beste Teil ist der, den eine Schule zusätzlich mitgestaltet und initiiert hat.

Auf direktem Weg geht es zurück. Endlich können wir das Zweibettzimmer beziehen, die Tatsache allein bringt Grund zur Freude. Feststellung am Rande: Kuscheln im Stockbett ist nur selten angenehm.

Die Runde Schlaf tut uns gut, lässt mich zu Kräften kommen.

Das Donauinselfest, der eigentliche Grund der Reise ruft.

Wir sind Helden sind melancholisch und Grossstadtgeflüster's Jen gibt wie immer Vollgas! Schön zu sehen und schön zu hören. Beides. Jedes auf seine Art und Weise. Und meinen Steckerfisch hab ich auch probiert.

In unsere Betten fallen wir dennoch völlig erschöpft.

Tag zwei bietet Zeit, viel Zeit um sich auszuruhen und zu schlafen. Irgendwann hält es aber die Traumfrau nicht mehr aus. Der Naschmarkt versetzt uns beide in Verzückung, Spartacus ist Pflicht, Nordseegelüste werden gestillt und die Stadt unsicher gemacht. Abends landen wir im Prater, die Zuckerwatte ist lecker und wird brav geteilt. Und auch auf der Donauinsel finden wir uns wieder ein, der Weg zur FM4 Bühne ist dann aber doch zu weit also Rückzug und Vorbereitung auf den Tag der Rückreise.

An diesem Morgen hält der Schatz es morgens nicht mehr aus, schleicht sich zum Frühstücken hinaus während ich mich in Ruhe bereit machen kann. Mit größter Mühe und Talent wird alles so verstaut, dass weniger zu schleppen ist als eigentlich erwartet. Um 10 Uhr ist Schicht im Schacht, Schlüssel abgeben und weg.

Also zurück zum Bahnhof, alles verstauen um noch ein wenig Freiheit zu genießen.

Ein zweites Frühstück muss her, also endlich mal wieder zu Starbucks, den geilsten Kuchen essen, den man bekommen kann.

Die Entscheidung, wie der Tag verbracht werden soll fällt im Grunde leicht. In den Tiergarten solls gehen, das allein erfordert Orientierung, weil erst irren wir noch eine Weile herum, begleitet von zig Eichhörnchen, die den Weg kreuzen.

Schlussendlich verbringen wir fast den gesamten Tag dort.

Glücklicherweise diesmal ohne drückende Hitze und auch jetzt erreichen wir pünktlich unseren Zug, sogar Verwandte treffen wir noch. Die Fahrt zurück ist lange und zieht sich, außerdem ist es kalt und beide sind wir völlig k.o. 

Endlich wieder zu Hause angelangt schleppt man sich noch unter die Dusche und ich falle ins Bett.

Es hat wieder begonnen zu regnen, schon auf der Fahrt, und der Regen trommelt wieder laut auf das Fensterbrett.

9.9.08 22:38

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen